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Private Krankenversicherung – günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung

Seit dem 01.01.2011 liegt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse bei 15,5 %. Dadurch erhöhen sich auch für Studenten die Beiträge. Noch verstärkt wird dieser Anstieg durch die Erhöhung des Bafög im Wintersemester 2010 durchschnittlich um 13,00 € auf 670,00 € monatlich. Die GKV-Beiträge lagen 2010 noch bei  53,40 €. Seit Januar 2011 steigen sie auf 55,55 € und ab Anfang des Sommersemesters auf 64,77 €. Die Folge daraus ist, das die 13,00 € mehr Bafög monatlich fast vollständig für die 21 % höheren GKV-Beiträge draufgehen.

Da lohnt es sich in eine private Krankenversicherung zu wechseln, für die auch die deutlich bessere Leistung spricht. Anders als bei Berufstätigen, unterliegen Studenten nicht der Beitragsbemessungsgrenze, sondern können sich vor dem Studium oder innerhalb der ersten drei Monate von der Versicherungspflicht befreien lassen und eine private Krankenversicherung für Studenten abschließen.

Die Vorteile der PKV sind für Studenten vielfältig. Darunter befinden sich das Wegfallen der Praxisgebühr, die Kostenerstattung für Medikamente, Sehhilfen etc. Desweiteren können Studenten häufig Geld zurück bekommen, wenn innerhalb eines Jahres keine Kosten verursachen.  Für Studenten die Bafög erhalten kommt noch hinzu, dass zwischen 50 und 80 % durch staatliche Zuschüsse abgedeckt werden können, so dass man  um einiges günstiger privat versichert werden kann, als durch die GKV.

Jedoch sollte man darauf achten, dass die Ausübung eines Studentenjobs, die Möglichkeit der PKV verhindern kann. Wenn bei dem Job mehr als 20 Wochenstunden anfallen, ist das Studium nicht mehr die Haupttätigkeit, sondern der Job und man unterliegt somit der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze. Wieder zurück in die PKV wechseln ist dann erst wieder nach dem Studium möglich. Die einzige Ausnahme sind die Semesterferien, dort gibt es keine Begrenzung.

Private Krankenversicherung im Vergleich

Die Private Krankenversicherung, kurz PKV, bietet Versicherten die Möglichkeit, die Kosten aus Krankheiten oder Unfällen abzusichern. Die PKV übernimmt dabei unter anderem die Kosten für die Arztbehandlung, trägt aber auch Medikamente und Heilmittel und übernimmt sogar die für notwendige Operationen anfallenden Kosten.

Der Umfang der privaten Krankenversicherung kann von jedem Versicherten individuell vereinbart werden, die Konditionen der einzelnen Anbieter können in einem Private Krankenkassen Vergleich schnell abgerufen werden. Versicherte, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit (Selbstständige, Freiberufler) nicht gesetzlich krankenversichert sind oder die mit ihrem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreiten und sich so von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen können, werden die private Krankenvollversicherung nutzen. Diese Versicherung sichert sämtliche anfallende Krankheitskosten, leistet aber mindestens für ambulante und stationäre Behandlungen. Je nach Wunsch und Bedarf kann dabei lediglich eine Basisversorgung oder aber ein exklusiver Versicherungsschutz gewählt werden, der auch die Chefarztbehandlung im Krankenhaus, die Übernahme von Heilpraktiker Behandlungen sowie die Kostenerstattung für Zahnersatz trägt.

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung müssen Versicherte der PKV keine Praxisgebühr bezahlen, auch ist eine Zuzahlung bei Medikamenten oder bei Aufenthalten im Krankenhaus nicht notwendig. Da Ärzte ihre Behandlungen zudem bis zum dreifachen der Ärztlichen Gebührenordnung abrechnen können, werden Privatpatienten häufig gesetzlich Versicherten vorgezogen. Ein weiterer Vorteil der privaten Krankenversicherung ist die Beitragsberechnung, die nicht anhand des Einkommens, sondern nach dem Alter und dem Geschlecht durchgeführt wird. Insbesondere junge Versicherte können so erhebliche Kosten einsparen.

Beamte, die einen Großteil ihrer Krankheitskoste durch die Beihilfe ihres Dienstherren begleichen, können den verbleibenden Teil über so genannte Beihilfetarife der Privaten Krankenversicherung abdecken. Sie können somit auf alle Vorteile der privaten Krankenversicherung zugreifen, sind aber deutlich günstiger versichert.

Gesetzlich Versicherte haben in der Regel keine Möglichkeit, die private Krankenvollversicherung zu nutzen, es sei denn, sie verdienen über der Pflichtgrenze. Dann ist es ihnen auch möglich, in die Private Krankenkasse zu wechseln. Um auch diesen Personen die Vorteile der PKV zu gewähren, bieten die privaten Krankenversicherungen eine Reihe von Zusatzversicherungen, mit denen in bestimmten Bereichen eine private Absicherung erzielt werden kann. So können Zusatzversicherungen für den ambulanten oder den stationären Bereich abgeschlossen werden, aber auch Zahnzusatzversicherungen für Zahnbehandlungen, Krankenhaustagegeldversicherungen oder Auslandsreisekrankenversicherungen stehen zur Verfügung und werden oft sogar von den gesetzlichen Krankenversicherungen, die Kooperationen mit privaten Versicherungsunternehmen eingegangen sind, angeboten.